Aktuelle Produktionen belegen das schillernde Spektrum der vielfältigen Auseinandersetzungen mit dem künstlichen Licht. Die Ästhetisierung konzeptioneller, designbezogener oder physikalischer Problem- und Wahrnehmungsfelder des immateriellen Lichts verdeutlichen Werke von Heimo Zobernig, Sylvie Fleury, Jenny Holzer oder Cerith Wyn Evans, neben Jorge Pardo, Tobias Rehberger oder Olafur Eliasson. Ob ästhetisch, provokant, anspielungsreich oder reduziert, privat oder öffentlich: Tracey Emin, Martin Boyce, Hermann Pitz, Mischa Kuball, Tatsuo Miyajima oder Mike Kelley – in den komplexen Feldern der Lichtbezüge zwischen Avantgarde und Pop wird die Faszination des Mediums üppig und bunt beleuchtet. Die aktuellsten Beiträge und neuesten Technologien, das postmoderne Spiel der Formen und Inhalte, für das exemplarisch Berta Fischer, Benita Liebel, Anselm Reyle, Simon Dybbroe Møller, Björn Dahlem aber auch Jason Rhoades oder Zaha Hadid stehen, faszinieren in tiefgründigen Lichtsphären, ironischen Querverweisen und filigranen Lichtspielen. Ein wahres Feuerwerk der beeindruckend großen und wunderschönen Bandbreite der Lichtkunst aus Kunstlicht entfaltet sich im ZKM|Museum für Neue Kunst. Lichtkunst – Lichtinstallationen

Lichtkunst – Schaufensterinstallation: Ralph Ueltzhoeffer.
[...] Man kann Hitlers Stiefel ordentlich ausmalen oder überschmieren, mit dem Buntstift in Goebbels’ Gesicht herumstochern und Nazi-Symbole unkenntlich machen -oder KZ-Bilder karikieren und Sprechblasen hineinzeichnen. Alles geht und bleibt folgenlos. Niemand ist beleidigt, und selbst beim Hineinmalen unschicklicher Dinge entsteht nicht das Gefühl, etwas Unschickliches zu tun. [...]
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